Diese Fragen, die die Menschheit seit jeher umtreibt,
können nur von einer einzigen Instanz beantwortet werden. Von unserem Schöpfer,
unserem Gott, dokumentiert durch die Bibel.
Gottes Wort sagt ausdrücklich, dass der Tod eine Rückkehr ist: Der menschliche Körper (griech. soma) ist aus Erde entstanden (1.Mose 2:7; Hiob 10:9) und kehrt beim Eintritt des Todes zum Erdreich zurück (1. Mose 3:19; Ps.104:29).
Der Geist (griech. pneuma; die Kraft des Lebens und Denkens) des Menschen kehrt ebenfalls zurück, "der Geist kehrt zurück zu Gott" (Pred. 12:7,
Luk. 23:46, Apg. 7:59), wo er in einem Zustand des
Schlafens verharrt, Tote werden deswegen auch mit "Schlafenden" verglichen (1. Thess. 4:14; 1. Kor. 11:30; 15:20, Ap. 13:36; Ps. 13:4 usw.).
Der Geist des Menschen kann also nach dem Tod nicht angesprochen werden. Dieser unbiblische Gedanke ist die Grundlage des
Spiritismus, der sogar viele Christen in die Hände von dämonischen Geistern getrieben hat, die den Anschein erwecken können, mit den Seelen der Toten zu sprechen.
Die Seele (griech. psuche) ist der Sitz aller Erfahrungen und ermöglicht Empfindungen und Gefühle.
Das ist nur einem lebenden Menschen möglich, der durch die Verbindung von Geist und Körper entsteht (1. Mose 2:7). Daher spricht die Bibel auch davon, dass die Seele im Blut ist (3. Mose 17:11-14). Der Begriff Seele wird auch als Bezeichnung für den ganzen Menschen verwendet, der Mensch ist also eine Seele (Apg. 7:14). Die Seele kann daher auch sterben (4.Mose 23:10, Hes. 18:4, Apg. 3:23).
Wenn das Blut nicht mehr im Menschen pulsiert, also nach dem Tod, ist die Seele nicht mehr wahrnehmbar, sie ist im "Unwahrnehmbaren" (so die wörtliche Übertragung des griechischen "Hades" im NT, oft mit "Totenraum" übersetzt)
Im Alten Testament ist die Entsprechung von Hades "Sheol": Ap. 2:27 zitiert Ps. 16:8-11 und übersetzt dabei das hebräische "Sheol" (dt. "Fragliches") mit "Hades", beide Begriffe bezeichen also das Gleiche.
Im Sheol sein" bedeutet also, es ist fraglich, wo die Seele nach dem Tod ist (vergleichbar mit elektrischem Licht, nachdem der Stromfluss unterbrochen wurde): Ps. 30:4,
86:13.
Jona beispielsweise war buchstäblich in Bauch des Fisches, er war nicht mehr wahrnehmbar, "im Bauch des Hades" (Jona 2:3). Jona war weder tot, noch in der Hölle, sondern nicht wahrnehmbar. Kapernaum, einst eines der schönsten Städte des Landes, wurde von den Römern völlig zerstört. Bis heute stehen dort nur Ruinen. Von Kapernaum ist nichts mehr zu sehen, sie nicht mehr wahrnehmbar, oder im "Ungewahrten", "Unwahrnehmbaren" (Hades), wie es der Herr vorhergesagt hatte (Lukas 10:15).
Folglich kann im Hades bzw. Sheol nichts passieren: "Kein Tun ist, noch Berechnung, noch Erkenntnis, noch Weisheit im Sheol, wohin du gehen musst" (Pred. 9:10; nach Buber) und "die Toten aber, sie erkennen nichts, und kein Lohn ist ihnen noch weiterhin, denn vergessen ist ihr Gedenken" (Pred. 9:5; siehe auch Ps. 89:49; 139:8). Aber dieser Zustand wird für jeden ein Ende haben: "Jehova tötet und macht lebendig; er führt in den Scheol hinab und führt herauf" (1. Samuel 2:6).
Dies wird also allen Menschen so gehen, ob gläubig oder nicht (Joh. 5:28-29, Psalm 49:15; 89:49; Ap. 2:31). Unterschiede gibt es erst im weiteren Verlauf:
Damit Gott Sein Ziel erreichen kann, werden alle Menschen (also Seelen) auferweckt. Dabei gibt es drei Varianten, die von dem Erdenleben der Menschen abhängig sind:
Alle, die zur herausgerufenen Gemeinde gehören (also das Evangelium des Apostel Paulus angenommen haben), werden, sofern sie schon gestorben sind, nach Auferstehung aus den Toten (1.Thess.4:16-17) oder nach Verwandlung, sollten sie noch leben (1.Kor.15:51-52), dem Herrn entgegengerückt werden. Dies geschieht vor dem Beginn des 1000-jährigen Königreichs.
Nach der Wiederkunft Christi auf Erden werden alle Israeliten aus dem Hades auferweckt (Dan 12:2; Ps.49:16; Joh. 5:28-29). Jesus wird dann beurteilen (richten), mit wem Gott im 1000-jährigen Reich Seine Verheißungen erfüllen wird, während die anderen bis zum Gericht tot sind (Offb. 20:5).
Alle ungläubigen Menschen, denen Gott im Laufe ihres
Lebens den Glauben nicht geschenkt hat, werden am Ende des Tausendjahrreiches
nach Offb. 20:11 ff. auferstehen, um vor dem „großen weißen Thron“ gerichtet zu werden, gemäß ihrem Wirken (Offb. 20:13). Ein Gericht ist in der Bibel immer eine Maßnahme, durch die nach göttlicher Rechtsnorm, aufgrund der Gerechtigkeit Gottes, die Zurechtbringung des Gerichteten erfolgt (Jes. 1:27, 26:9,
Sach.7:9, 1. Kor. 11:31f). Letztlich wird Gott Sein Ziel erreichen :
Nach ihrer Verurteilung kommen sie in den zweiten Tod, auch See des Feuers genannt (Offb. 20:15). Es ist festzuhalten, dass von Qualen im Zusammenhang mit dem zweiten Tod keine Rede ist (die Vorstellung einer "Hölle" hat rein heidische Ursprünge).
Vielmehr ist davon auszugehen, dass "Feuersee" ein Bild für die reinigende Präsenz Gottes ist; so spricht u.a. Heb. 12:29 davon, dass Gott selbst "verzehrendes Feuer" ist, mit dem z.B. schlechte Werke verbrannt werden (vgl. 1. Kor. 3:15). Der zweite Tod dauert den letzten Äon an (Offb. 21).
Nach dem Abschluß aller Äonen wird auch dieser Tod, als letzter aller Feinde Gottes, unwirksam gemacht; Gott wird alles untergeordnet werden und Er wird alles in allen sein (1. Kor. 15:26f).
Denn es steht geschrieben: »So wahr ich lebe, spricht der Herr, mir wird
sich jedes Knie beugen, und jede Zunge wird Gott bekennen.« (Röm. 14:11)
Da die verschiedenen Kirchen viel unbiblischen Aberglauben und Irrlehren über die Zeit nach dem Tod entwickelt haben, ist es bei deren Überprüfung besonders wichtig, eine genaue Bibelübersetzung zu benutzen und Grundsätze zur Auslegung zu beachten.